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Methodik der AusbildungMan möge mir verzeihen, aber ich bin kein Freund von äußerst kreativen, bisweilen gar an den Haaren herbei gezogenen Bezeichnungen für "Ausbildungsmethoden" rund um den Hund. Zumal man sich wirklich die Frage stellen muss, wie man einer Ausbildungsmethode folgend seriös arbeiten soll. Zu vielfältig ist das Spektrum der hundlichen Charaktere, als dass man sich festlegen könnte. Mit der Ausbildung von Hundehaltern und ihren Hunden verhält es sich ganz ähnlich wie mit einem klassischen Handwerk. Fast immer gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Ziel zu kommen, und immer gibt es auch fachliche Tabus, also Methoden, die der erfahrene Handwerker prinzipiell nicht anwendet, weil sie Pfuscherei wären. Zwar erreicht man gelegentlich durch Pfuscherei schneller das Ziel, aber der Erfolg ist in der Regel nur von kurzer Dauer, weil das Produkt von schlechter Qualität ist. In der Ausbildung von Hunden erkennt man Pfuscherei daran, dass die Hunde nicht zuverlässig reagieren. Es heisst dann: "Er hört eigentlich ganz gut, außer wenn...". Die Welt ist voll von solchern Eigentlich-Außerwenn-Hunden, die im entscheidenden Moment nicht parieren. Stellen Sie sich bitte mal einen Tischler vor, der bei der Lieferung Ihres neuen Kleiderschrankes stolz verkündet: Mein Anspruch hingegen ist es, dem Hundehalter das nötige Wissen und praktischen Fähigkeiten zu vermitteln, um den Hund zu einem zuverlässig gehorchenden Begleiter zu erziehen. Da die Erziehung eines Hundes ein Hundeleben lang andauert, der Besuch der Hundeschule allerdings in der Regel nach einigen Monaten eingestellt wird, ist es ungemein wichtig für den Hundehalter, das nötige Rüstzeug für sein zukünftiges Zusammenleben mit Hunden erhalten zu haben. Es kann daher nicht das vorrangige Ziel einer Hundeschule sein, den Tieren möglichst schnell "Sitz" und "Platz" unter günstigsten Bedingungen zu lehren. Denn das kann ein sorgfältig geschulter Hundehalter ganz alleine! |
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