Hundeschule Rolf Gaßmann

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Au weia - ein Terrier!

Ob Sie es glauben oder nicht, neulich telefonierte ich mit der Halterin eines Jack-Russell-Terriers, die mit ihrem Hund gleich bei mehreren Hundeschulen abgeblitzt war. Man hatte ihr gesagt, dass die Jackies immer die ganze Gruppe aufmischen und deshalb kaum ein geregelter Unterricht möglich sei.

Was für ein Armutszeugnis für einen Hundetrainer!!!

Zugegeben, aus einem Vertreter der (insbesondere kleineren) Terrier-Rassen kann auch schon mal ein kleiner Terrorist werden, aber so schlimm, dass man als Hundetrainer gleich das Handtuch wirft, sind diese Gremlins nun auch wieder nicht.

Im Gegenteil, meine Berufserfahrung sagt mir, dass man aus Jackie und Co. die besten Begleithunde formen kann. Immerhin sind sie aufgrund ihrer geringen Größe eigentlich ganz gut zu handhaben.

Aber wehe, man unterschätzt sie! Dann geht der Terrier-Terror los und das Unheil nimmt seinen Lauf. Doch wer (s)einen Hund unterschätzt, hat es auch nicht besser verdient!

Wenn man sich klar macht, für welchen jagdlichen Einsatzzweck die kleinen Teufel gebraucht werden, empfindet man tiefen Respekt vor ihnen!

Denn fast alle Kleinterrier werden oder wurden für die Jagd auf wirklich wehrhaftes Wild eingesetzt. Als Bauhund schlieft er in den Fuchsbau ein, und treibt furchtlos ein Raubtier aus, welches gut und gerne 2 - 3 mal so schwer sein kann, wie er selbst. Oder er stellt als Meutehund einen Keiler von 150 Kilogramm, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass dies sein letztes Stündlein sein könnte.

Diese Hunde sind eben Einzelkämpfer, und keine Sozialpädagogen!

Deshalb ist es auch sinnlos, in der uns Deutschen eigenen demokratischen Tradition bei Jasmintee und Räucherkerzen gesprächstherapeutisch auf sie einwirken zu wollen. Wer an die lassie-ähnliche Tugendhaftigkeit eines Terriers glaubt, wird sich bald sehr wundern.

Die herrausragendste Fähigkeit eines Terriers ist es, sich im wahrsten Sinne des Wortes durchzubeißen. Und wenn der Halter über die gleiche Fähigkeit verfügt, wird aus den Beiden ein wahres Traumpaar!

Seit dem Sommer 2005 befinde ich mich übrigens im Selbstversuch. Eines schönen Tages stand der 12 Wochen alte Mr. Bean vor mir, und mir war sofort klar, dass er mein Hund ist.

Neulich sagte eine Kundin zu mir: "Ich hätte nie geglaubt, dass ein Hundetrainer einen Jack-Russell-Terrier hat."

Ja, warum denn nicht? Ist doch nur ein kleiner Hund!

Sau-Terrier

Früh übt sich...